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Benachbarte Abschnitte: Geschichtliche Entwicklung Zielsetzungen des W3C bei der Entwicklung von XML XML in 10 Punkten nach W3C-Kurzcharakterisierung Die XML-Sprachfamilie
1.1.3. XML in 10 Punkten nach W3C-Kurzcharakterisierung
  • XML dient der Strukturierung von Daten

  • Sie ist keine Programmiersprache sondern Satz von Vorschriften zum Entwurf von Textformaten und strukturierten Daten

  • Sie wendet sich an nicht speziell an Programmierer

  • XML erleichtert Programmierung von Datenverarbeitungssystemen

  • Sie ist erweiterbar, plattformunabhängig, international und lokalisierbar

  • XML sieht ein wenig aus wie HTML

  • Beide verwendet Markierungen (Tags) zum Auszeichnen der Inhalte

  • HTML verwendet nur vordefinierte Tags zur Formatierung der Darstellung

  • XML verwendet frei definierbare Tags zum Beschreiben der Inhalte (Semantik) bzw. deren Struktur - Form der weiteren Verarbeitung (bspw. Darstellung) ist der Anwendung überlassen

  • XML ist Text, aber nicht dazu gedacht, gelesen zu werden

  • XML-Daten werden in Textdateien gespeichert

  • Können entsprechend in beliebigen Texteditoren geladen und angezeigt und bearbeitet werden

  • Fehler in der Datei machen sie jedoch ungültig und damit unbrauchbar (im Gegensatz zu HTML) Anwendungen dürfen nicht spekulativ versuchen, Dateifehler zu beheben.

  • XML hat aufgrund des Design einen erhöhten Platzbedarf

  • Textdateien sind größer als Binärdateien gleichen Informationsgehalts

  • Kann auf anderer Ebene kompensiert werden (Kompression im Dateisystem bzw. Übertragungsweg)

  • XML ist eine Familie von Techniken

  • Auf XML bauen weitere Module auf

  • Erweiterung des Funktionsumfangs

  • Beispiele:

  • DTD/Schema : Techniken zur Typen- und Strukturdeklaration

  • DOM/SAX : Manipulationstechniken

  • XLink : Hyperlinks in und zwischen XML-Dokumenten

  • XPath : Adressierung von Elementen eines XML-Dokuments

  • CSS : Formatierungsanweisungen für die Darstellung

  • XSL/XSLT : XML-Stylesheet-Language / --Transformations

  • XML ist neu, aber so neu auch wieder nicht

  • XML-Entwicklung begann 1996, erste Recommendation 1998

  • XML basiert auf SGML, mit dem Versuch die besten Eigenschaften zu übernehmen, die Komplexität zu verringern und Erfahrungen mit HTML einfließen zu lassen

  • XML überführt HTML in XHTML

  • XML-Syntaktische Neuformulierung von HTML

  • XML ist modular

  • XML ermöglicht Entwicklung eigener Datenformate

  • Eindeutigkeit der Formate wird über Namensräume gewährleistet: Kombination von Dokumenten und Dokumenttyp-Definitionen somit möglich

  • XML ist die Basis von RDF und dem Semantic Web

  • Das Semantic Web ist ein Netz aus Sinn-Zusammenhängen

  • Das Resource Description Framework definiert eine XML-Syntax zur Darstellung von beschreibenden Daten

  • XML ist lizenzfrei, Plattform- und Herstellerunabhängig und gut unterstützt

  • XML wird von einem unabhängigen Gremium entwickelt

  • Es sind zwar Firmen vertreten, diese können den Standardisierungsprozess jedoch nicht dominieren

  • XML ist weit verbreitet, viele Hersteller bieten (kostenpflichtig/kostenfrei) Werkzeuge an, viele Produkte akzeptieren XML als Datenformat

XML ist nicht immer die beste Lösung, aber immer Wert, als Alternative in Betracht gezogen zu werden.